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Priesterbruderschaft St. Pius X.

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Das Sakrament der Taufe

Die Taufe macht uns gleichzeitig zu Kindern Gottes und der Kirche.

Die Taufe ist das erste und notwendigste Sakrament des Neuen Bundes, das in der äußeren Abwaschung des Körpers und im rechtmäßigen Sprechen der Worte besteht, welche Christus dafür eingesetzt hat. Die Taufe hat drei Wirkungen, sie heiligt, prägt unauslöschlich zum Kind Gottes und macht zu einem Glied der Kirche. Dadurch ist die Taufe das Tor zu allen anderen Sakramenten, deren gültigen Empfang sie ermöglicht. Die erlangte Wohltat eines so großen Sakramentes fordert von den Getauften eine große und beständige Dankbarkeit.

Die Kindertaufe ist zwar nicht explizit in der Heiligen Schrift belegt, gehört aber trotzdem zur ältesten, apostolischen Tradition. Sowohl die Taufe als Überbietung der jüdischen Initiationsriten für Neugeborene (Kol 2,11; Eph 2,11-18), als auch die Formulierung, daß sich bestimmte Personen „mit ihrem ganzen Haus“ taufen ließen (Apg 10,48 mit 10,2.24; Apg 16,15; Apg 16,31-33; Apg 18,8; 1 Kor 1,16) werden von den frühen Vätern diesbezüglich angeführt. (dazu: Heinz-Lothar Barth, „Nichts soll dem Gottesdienst vorgezogen werden“, Zum neuen Kindertaufritus, 164-199)

Der „neue“ Taufritus hat auf beklagenswerte Weise die traditionelle Symbolik zur Tauftheologie nicht nur verwischt, sondern vielfach entstellt. „Es scheint mir bedauerlich, daß das neue Taufrituale anstelle dieser tiefgründigen Antwort – der Täufling begehre von der Kirche den Glauben und als sein Geschenk das ewige Leben – die banale Aussage gesetzt hat, der Täufling begehre die Taufe … Mit dieser Änderung von fidem zu baptismum ist die Transzendenz des Vorgangs aus dem Taufgespräch gestrichen; nur noch der empirische Akt der Taufspendung wird als Ziel der Handlung genannt.“ (Joseph Kardinal Ratzinger, Theologische Prinzipienlehre, München 1982, 108 Anm. 8)

„Es rührt daher an den Kern der Sache selbst, wenn im neuen Taufrituale die Idee der Stellvertretung kaum noch erkennbar ist, weil man die Eltern nicht mehr antizipativ den Glauben des Kindes bekennen läßt, sondern sie auffordert, in Erinnerung an ihre eigene Taufe ein Glaubensbekenntnis abzulegen. Damit ist der Sinn des Vorgangs bei gleichbleibenden Formeln tiefgehend verändert; die als Erinnerungsakte gekennzeichneten Aussagen stehen in keinem innernen Zusammenhang mehr mit der jetzt stattfindenden Taufe des Kindes.“ (Joseph Kardinal Ratzinger, Theologische Prinzipienlehre, München 1982, 44 Anm. 13).

 

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