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Priesterbruderschaft St. Pius X.

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Das Sakrament der Letzten Ölung

Mit der Krankensalbung vollendet sich die Einheit der streitenden Kirche, die in der triumphierenden Kirche vor dem Angesicht Gottes aufgeht.

letzte ÖlungIm Augenblick der Krankensalbung, der „Letzten Ölung", betet die ganze Kirche für die Kranken und die Sterbenden. Der unter den Gläubigen so verbreitete und so inbrünstige, fromme Brauch, der die Kirche der Erde dazu treibt, für die Sterbenden des Tages zu beten, läßt wahrhaft die ganze christliche Gemeinschaft vor Gott für die flehen, die sterben müssen.

„Ist einer unter euch krank", so möge er, getreu der Empfehlung des heiligen Jakobus (Jak. 5, 14-15), „die Priester der Kirche rufen lassen. Sie sollen über ihn beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn... Hat er Sünden begangen, so werden sie ihm vergeben."

Im Lichte des Glaubens ist sich die Kirche der Tatsache bewußt, daß dieser Augenblick des Übergangs von dieser Welt in jene Welt der wesentliche Augenblick eines Menschendaseins ist, der entscheidende Augenblick, der über das ewige Schicksal einer Seele entscheidet. 

(Marie-Michel Philipon OP, Die Sakramente im Leben des Christen, Freiburg im Breisgau 1958, Einführung)

Was ist über das Sakrament der letzten Ölung zu glauben?

Auch das erste Pastoralkonzil, das Zweite Vatikanische Konzil, hat bezüglich des Zeitpunktes für den Empfang der „Letzten Ölung“ gefordert, dass „der Gläubige beginnt, wegen Krankheit oder Altersschwäche in Lebensgefahr zu geraten“ (SC 73), und damit nichts anderes ausgesprochen als das dogmatische Konzil von Trient lehrte, nämlich dass es sich um Kranke handelt, „die so gefährlich darniederliegen, daß sie sich schon am Ende des Lebens zu befinden scheinen“ (14. Sitzung, Kapitel 3; DH 1698). Ältere Personen oder Kranke ohne Lebensgefahr zu versehen, ist damit ein – inzwischen leider häufiger – Missbrauch.

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