Das Sakrament der Firmung
Das Sakrament der Firmung
Die Firmung bestimmt die Sendboten des Evangeliums und die "offiziellen" Verteidiger der Kirche Christi.
Das zweite Sakrament heißt Firmung, weil seine Wirkung darin besteht, einen Menschen im Glauben firm, also fest zu machen. Es vollendet die in der Taufe eingegossenen Tugenden mit den sieben Gaben des Heiligen Geistes und prägt der Seele das Merkmal eines Soldaten Christi ein.
„In der Taufe werden wir zum Leben wiedergeboren; nach der Taufe werden wir in der Firmung zum Kampf gestärkt. In derTaufe werden wir gereinigt, hier werden wir nach der Taufe gestärkt, damit den Getauften der Heilige Geist als Wächter, Tröster und Beschützer gegenwärtig ist. Dies ist die Lehre des höchsten Bischofs und Martyrers Melchiades, die nicht vom dem abweicht, von dem Clemens bezeugt, dass er es von den Aposteln selbst erhalten habe. ‚Nachdem einer’, sagt er, ‚durch das Wasser wiedergeboren ist, wird er bald darauf durch die siebenförmige Gnade des Geistes vom Bischof gestärkt, weil sonst ein Christ nicht vollkommen sein kann.’
Auf wundersame Weise kann dieses Sakrament nützen, dass jene, die in den Glaubensmysterien eingeführt sind, wie eben gezeugte und noch schwache Kinder in Christus heranwachsen und gestärkt werden. Diese mahnt der Bischof durch die Salbung wie Rekruten zum christlichen Kriegsdienst, da sie gegen die vielen Feinde und täglichen Gefahren durch den fürstlichen Geist gestärkt werden (vgl. Ps 51,14); er zeichnet ihnen auf die Stirn, die Sitz der Ehrbarkeit ist, ein Kreuz, damit sie beständig und furchtlos den Namen des Herrn bekennen; er ohrfeigt sie, damit sie immer im Gedächtnis behalten, dass der christliche Kriegs-dienst mit unbesiegbarer Geduld auszuführen und zu schmücken ist.“ (Petrus Canisius, Der große Katechismus, 148-149)
Die neue Form der Firmung
Die „neue“ Form der Firmung ist zwar einer alten Formel nachgebildet, aber es bleibt vielfach ein begründeter Zweifel wegen der verwendeten Materie. „Es war die allgemeine Meinung der Theologen vor dem 2. Vatikanischen Konzil, daß nur Olivenöl gültige Materie der Firmung und Letzten Ölung ist. Durch ein Dekret der Gottesdienstkongregation vom 3.12.1970 wurde nun aber die Erlaubnis gegeben, auch andere Pflanzenöle zu verwenden. Dies geschah ohne jede Erklärung, warum dies auf einmal möglich sei, obwohl es früher immer für ungültig gehalten wurde.
Erst zwei Jahre später gab Paul VI. in der Apostolischen Konstitution Sacram Unctionem Infirmorum eine Stellungnamhe dazu ab: ‚Da Olivenöl, das bisher zur gültigen Spendung des Sakramentes vorgeschrieben war, in einigen Gegenden nicht vorhanden oder nur schwer zu beschaffen ist, haben Wir auf Bitten zahlreicher Bischöfe verordnet, daß in Zukunft den Umständen entsprechend auch anderes Öl verwendet werden kann.’ Diese Erklärung ist jedoch äußerst schwach, denn immerhin war es früher viel schwieriger, Olivenöl in alle Teile der Welt zu bringen als heute, und doch hat man damals eine solche Erlaubnis nicht gegeben.“ (Matthias Gaudron FSSPX, Katholischer Katechismus zur kirchlichen Krise, 124)

