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Priesterbruderschaft St. Pius X.

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Das Sakrament der Ehe

Die Familiengemeinschaft bereitet das Gottesreich vor.

Das Sakrament der Ehe

Die Ehe ist ein Sakrament, „insofern die Beziehung, die als engste zwischen Mann und Frau besteht, ein entsprechendes, heiliges und von Gott eingesetztes Zeichen ist, wodurch die heiligste und stärkste Verbindung zwischen dem Bräutigam Christus und seiner Braut, der Kirche, bezeichnet wird . Dieses Zeichen selbst ist den christlichen Eheleuten, wenn sie die Ehe auf rechte Weise beginnen, behilflich zur Erlangung der Gnade Gottes; freilich, dass sie zwei sind und in einem Fleisch (Gen 2,24) bleiben gemäss ihrer Berufung und dass sich bei ihnen ereignet, was der Apostel lehrt: Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden, und das Ehebett bleibe unbefleckt. (Hebr 13,4) Deshalb sagt derselbe Paulus bei der Behandlung dieses Geheimnisses klar: Dies ist ein großes Geheimnis, ich sage es im Hinblick auf Christus und die Kirche. (Eph 5,32) So auch Augustinus: „Weil allerdings nicht nur die Fruchtbarkeit, deren Frucht in der Nachkommenschaft besteht, und nicht nur die Keuschheit, deren Band die Treue ist, sondern auch eine Art Heilsgeheimnis der Ehe den verheirateten Gläu-bigen empfohlen wird – sagt doch der Apostel: Männer, liebet eure Frauen, wie auch Christus seine Kirche geliebt hat. (Eph 5,25; Augustinus, De nupt. et concup. 1,10,11, PL 44,420) und wiederum: „Jener eingegangene Ehebund ist geradezu der Inhalt des Sakramentes, so dass er nicht einmal durch eine Trennung ungültig werden kann.“ (Augustinus, De bono coniug., c.18, PL 40,388) (Petrus Canisius, Der große Katechismus. Ins Deutsche übertragen und kommentiert von Hubert Filser und Stephan Leimgruber, Regensburg 2003, 191-192)
So wird die heilige Ehe in Wahrheit gleichzeitig durch den göttlichen und den menschlichen Willen zustandegebracht. Von Gott kommt die Einrichtung der Ehe selbst, ihre Ziele, ihre Gesetze, ihre Bande; die Menschen begründen die einzelnen Ehen, an denen die Pflichten und Güter haften, die Gott eingesetzt hat .

Unabhängig von der Frucht der Ehe, den Kindern, die Gott schenkt oder nicht, bleibt die Vollendung der beiden Ehegatten nach dem Vorbild und in der Lie-be Christi, durch den Sinn der Ehe in ihrer superabundanten Finalität bestehen.
Allerdings ist das keineswegs im Sinne der Umkehrung der Ehezwecke, wie auf dem ersten Pastoralkonzil, dem Zweiten Vatikanum (in der dogmatischen Kon-stitution über die Kirche „Lumen Gentium“, LG 11; DH 4128) fälschlicher Weise de-klariert wurde, aufzufassen. Deshalb ist die sogenannte Entfaltung einer personalisti-schen Eheauffassung (wie sie z. B. Scheffczyk gelobt hat ) eine kontradiktorische, also unvereinbare Position mit bzw. zur traditionellen Ehelehre . Leider spiegelt sich die-ser Irrtum nicht nur im „neuen Ritus“ der Eheschließung selbst wider, sondern zweifelsohne auch im dazu unerläßlichen Brautunterricht.

 

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