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Priesterbruderschaft St. Pius X.

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Dass es sieben Sakramente sind, hat folgenden Grund

Bei der Verleihung des geistlichen Lebens wollte Gott genauso vorgehen, wie er normalerweise bei der Verleihung des leiblichen Lebens vorgeht.

schwester mit kerzeBeim leiblichen Leben ist es wie folgt: man muss zuerst geboren werden; zweitens wachsen; drittens Nahrung erhalten; viertens, wenn man krankt ist geheilt werden; fünftens, wenn man zu kämpfen hat, eine Rüstung erhalten; sechstens muss es jemanden geben, der die bereits geborenen und aufgewachsenen Menschen anleitet und führt; siebtens muss es jemanden geben, der sich der Vermehrung des Menschengeschlechts widmet, denn wenn die einmal Geborenen ohne Nachfolger sterben würden, würde die Menschheit bald aussterben.

  • Beim geistlichen Leben nun muss in uns zuerst die Gnade Gottes geboren werden, und das geschieht durch die Taufe.
  • Zweitens muss diese Gnade wachsen und stark werden, und das geschieht durch die Firmung.
  • Drittens muss sie genährt und erhalten werden, und das tut die Eucharistie.
  • Viertens muss sie wiedergewonnen werden, wenn sie verloren wurde, und das geschieht durch die Arznei der Buße.
  • Fünftens muss der Mensch an der Schwelle des Todes gegen den höllischen Feind bewaffnet werden, und das geschieht durch die Letzte Ölung.
  • Sechstens muss es in der Kirche jemanden geben, der uns in diesem geistlichen Leben anleitet und führt, und dazu ist die Weihe da.
  • Siebtens muß es in der Kirche ebenso jemanden geben, der sich in heiliger Weise der Vermehrung des Menschengeschlechts widmet, weil sich so die Zahl der Gläubigen mehrt, und dazu ist das Ehesakrament da.

(Robert Bellarmin, Katechismus, Glaubensbekenntnis, Vater Unser, Würzburg 2008, Ausführliche Erklärung der christlichen Lehre, 127-128)

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