Sakramente
Sakramente
Alles in der Ökonomie der Sakramente hat den Sinn einer unlösbaren Solidarität aller Glieder des mystischen Leibes Christi. Gott sieht die Menschen nur im ganzen Zusammenhang des Erlösungsplans.
Die Teilnahme am kirchlichen Leben bedeutet für Katholiken, unserem Erlöser Jesus Christus immer ähnlicher zu werden. Das bewirkt vor allem der würdige Empfang der Sakramente, welche von Christus eingesetzte, bis zum Ende der Zeiten wirksame, sichtbare Zeichen der unsichtbaren Gnadengaben Gottes sind. Was ist ein Sakrament ...
Durch die Sakramente der Kirche wirkt der Gottmensch Jesus Christus auch heute noch heiligend auf die Seelen der Menschen ein (7 Sakramente ...) und bringt so seinen Mystischen Leib zur Vollendung. Die soziale Bedeutung der Sakramente ...
Deshalb legt die Kirche auch besonderen Wert auf die Zeremonien der Sakramentenspendung und verteidigt, als eine Frucht der mündlichen Überlieferung, das Ansehen und die Würde ihrer apostolischen Einsetzung. Die Zeremonien der feierlichen Sakramentenspendung ... In der Bewahrung der wesentlichen Formen liegt damit auch die Sicherheit ihrer Wirkung. Wahrheit und Wirksamkeit der Sakramente ...
Es ist der Auftrag der Kirche, die Gläubigen an das Verständnis und die Wertschätzung der überlieferten Form der Sakramente heranzuführen und nicht umgekehrt, die Form der Sakramentenspendung dem aktuellen Unverständnis anzupassen oder neue, zweifelhafte Sinngebungen einzuführen. Die Einheit des Mystischen Leibes, der durch die Zeiten vollendet wird, kommt mit der Gleichförmigkeit des apostolischen Glaubens und mit der Bewahrung und Weitergabe des traditionellen Glaubensvollzugs, in der Vielfalt der althergebrachten Riten, zum Ausdruck. Hüten Sie sich vor der modernen Tendenz nach Art des Kollektivismus.
Wegen der Erhabenheit und Wirksamkeit der Sakramente haben alle, also Sakramentenspender und Empfänger, immer den sichersten Weg zu wählen. Das gebietet die aus dem Verständnis entspringende Ehrfurcht vor diesen Mysterien. Alles andere wäre geringschätzende Lieblosigkeit oder mangelnde Erkenntnis. Ein paar Fragen bezüglich der nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil neu erlassenen Form der Sakramente in: Matthias Gaudron FSSPX, Katholischer Katechismus zur kirchlichen Krise, Jaidhof 1997, 116-125)
Die sieben Sakramente
Alles in der Ökonomie der Sakramente hat den Sinn einer unlösbaren Solidarität aller Glieder des mystischen Leibes Christi. Gott sieht die Menschen nur im ganzen Zusammenhang des Erlösungsplans. Jesus sieht jede unserer Seelen nur durch seine Kirche, in der Sicht des Gottesreiches. Sein Christusblick entdeckt in der Welt der Sakramente gewissermaßen eine Fortdauer aller Gnaden der erlösenden Menschwerdung in seiner Kirche.
Die Taufe beschert ihm die Glieder seiner Kirche. Die Firmung bestimmt ihre Verteidiger. Die Eucharistie hilft ihnen in ihren täglichen Kämpfen. Das Bußsakrament gibt ihnen nach den Sündenfällen volle Lebenskraft zurück. Die Ehe mehrt die Glieder dieses unermeßlichen Sozialleibes, der sich nach und nach im Verlauf der Jahrhunderte der Geschichte der menschlichen Generationen entwickelte. Das Priestertum hält in seiner Kirche auf Erden Ordnung und Einheit aufrecht. Und kommt dann für jeden von uns die Stunde, in der er diese Welt verlassen muß, so erscheint der Christus der Taufe erneut bei der christlichen Seele, um sie durch eine letzte Salbung darauf vorzubereiten, ins ewige Gottesreich einzuziehen. Weit davon entfernt, mit dem Tode zu Ende zu gehen, setzt sich die Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinschaft im Himmel fort: die streitende Kirche erblüht zur triumphierenden Kirche, eins mit dem „ganzen Christus".