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Instrumente in der Kirchenmusik

Über längere Zeit wurden sie in der Kirche vermieden, weil sie vor allem mit weltlicher Musik in Verbindung gebracht wurden.

luzern_orgel.jpgHier ein Hörbeispiel aus der Chorwoche 2009 in Mels: audio - icon Ausschnitt aus Haydns Te Deum.

Ein weiteres Element sind Musikinstrumente. Über längere Zeit wurden sie in der Kirche vermieden, weil sie vor allem mit weltlicher Musik in Verbindung gebracht wurden. Gewisse für ihre Lautstärke bekannte Instrumente, vor allem Perkussion, wurde sogar ausdrücklich verboten. Nach und nach fanden die Instrumente aber doch den Weg in die Welt der Kirchenmusik. Zuerst dienten sie als Ersatz oder Verstärkung für Chorstimmen, später wurden angesichts der enormen Klangfarbenfülle auch Vokalwerke auf Instrumente übertragen und es wurden ihnen selbständige Stimmen und Teile in den Kompositionen anvertraut.

Pfeifenorgel

Eine Sonderstellung hat dabei die Pfeifenorgel inne. Dieses eigens für Kirchenmusik erbaute Instrument überzeugt mit einer erheblichen Vielfalt an Klangfarben und aussergewöhnlichen Dimensionen. Wohl deshalb nannte Mozart sie einst „die Königin aller Instrumente“.

Im Jahre 2008 konnten in den Prioraten der Schweiz gleich zwei Orgeln eingeweiht werden. Bei der einen handelt es sich um ein 1936 im romantischen Klangideal von Nelson erbautes Instrument, das nach einer Generalrestauration in der Kirche St. Josef in Luzern aufgestellt wurde. Sie umfasst 17 klingende Register mit insgesamt 1055 Pfeifen.

Hörbeispiele aus dem Einweihungskonzert der Orgel in Luzern:

audio - icon Hörbeispiel 1 Orgel Luzern

audio - icon Hörbeispiel 2 Orgel Luzern

orgelo 092.jpgDie zweite Orgel wurde anlässlich des Kirchenbaus in Oberriet von Mayer neu erbaut. Wie diejenige in Luzern ist sie mit zwei Manualen (mit den Händen spielbare Klaviatur) und einem Pedal (mit den Füssen zu spielende Klaviatur), sowie mit einem Schwellwerk ausgerüstet. Dieses wird mit dem Fuss bedient und erlaubt eine differenzierte Regelung der Lautstärke und der Klangfarbe von hell und kräftig bis zu dunkel und entfernt. Die 1476 auf 26 Register verteilten Pfeifen variieren in ihrer Länge zwischen 1 cm und 5,50 m.

audio - icon Hörbeispiel 1 Orgel Oberriet

audio - icon Hörbeispiel 2 Orgel Oberriet

orgelo 114.jpg

 

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