KJB-Emblem
KJB-Emblem
Entstehung und Bedeutung des KJB-Emblems

Für die Entwicklung eines Abzeichens für die KJB war das Jahr 1983 in mehrfacher Hinsicht wichtig: Beim Christkönigstreffen in Hergiswald bei Luzern weihte sich die KJB der Gottesmutter. Die Weihe wird seitdem jedes Jahr bei diesem Treffen erneuert. Es war also über das 2. KJB-Gebet und die marianische Grundhaltung des Programms hinaus noch ein weiterer konkreter Anlass da, unser Verhältnis zu Maria auch sichtbar in einem zukünftigen Emblem der KJB auszudrücken. Einige Wochen nach dem Christkönigstreffen gab es eine erste Zusammenkunft des neuen Führungskerns der deutschen KJB in Stuttgart, zu dem neben dem Distriktsoberen P. Paul Natterer, der damalige Student (und nun verstorbener Pater) Bruno Isenmann sowie Mechthild Ettelt und Christian Adamstki gehörten. Bei diesem Treffen wurden auch Überlegungen angestellt zu ganz praktischen Fragen... Schliesslich ging es auch darum, ob es nicht an der Zeit wäre, fast sieben Jahre nach der Gründung ein richtiges Emblem zu bekommen, das nicht nur ein Schriftzug, sondern auch ein bedeutungsvolles Symbol ist. Ein weiterer Anstosspunkt war die Entdeckung des Abzeichen der katholischen Militärseelsorge: Ein schwungvolles Kreuz, das in alle Welt zu strahlen schien und damit ein Zeichen für apostolischen Geist ist, oben gekrönt von einer schlichten Krone, die das Königtum Jesu Christi symbolisiert. Das war so jugendgemäss, dass es mehr oder weniger für die KJB 'gestohlen' werden wollte. Ergänzungen unter die beiden Kreuzesbalken folgten: Rechts das M für die Weihe an Maria, links eine Lilie als Symbol für den heiligen Josef und die Reinheit. Solche Entwürfe wurden an das Jungenlager 1984 in Mistlibühl am Zürichsee mitgenommen, wo die Gedanken zu einem Emblem oder Signet, mit einigen interessierten KJB'lern, Gruppenführern und Seminaristen besprochen wurden. Dort fand auch ein erster Austausch mit Christof Häfliger statt, der als Grafiker einen besonderen Zugang zu der Materie hat.
Im Winter 84/85 entstanden mehrfache Treffen mit Christof zusammen, um die Gedanken und Entwürfe zu einem Emblem weiter zu entwickeln. In dieser Zeit die Gelegenheit genutzt, die bisherigen Ideen und Entwürfe bei einem Gruppenführertreffen der KJB vorzustellen. Die Schweizer nahmen die Initiative auf, und während die Deutschen etwas zäh an die Frage herangingen, beauftragte man kurzerhand Christof mit der Anfertigung einiger Entwürfe.

Diese legte er auch vor, und im Laufe der folgenden Monate diskutierte man die Vorlagen, einigte sich auf die bekannte Ausführung, und damit war die Sache entschieden: Die KJB hatte endlich ein Abzeichen.
Beim Christkönigstreffen Ende Oktober 1985 in Überlingen wurde das neue Emblem dann zum ersten Mal allen KJB'lern vorgestellt und auch gleich eingesetzt. In den folgenden Jahren kamen dann Aufkleber (1985/87), Anstecknadeln (1988), Pullis und Aufnäher (1989) und natürlich immer wieder neue Gruppenfahnen mit dem Emblem auf einer Seite. In der Schweiz gibt es auch eine Norm für die Fahnen mit Grösse, Aufbau und Beschriftung, während in Deutschland so etwas nicht existiert und deshalb die Fahnen immer sehr unterschiedlich aussehen. Eines ist aber auch den deutschen KJB-Fahnen eigen: Sie tragen seit 1986 alle das neue Emblem. 
Die Bedeutung der einzelnen Elemente des KJB-Emblems
Grundlage unseres Emblems ist die Form des Kreuzes, die sich aus den senk- und waagerechten Balken der oberen Hälfte sowie dem balkenförmigen Teil des J zusammensetzt. Dies entspricht der Grundlage der KJB, die wir auch in Liedern bekennen: So heißt es in "Wir jungen Christen" in der 2. Strophe: "Das Kreuz ist unser Zeichen, den Sieg gibt Er allein"
Der
Gedankengang zum symbolischen M wurde oben schon angesprochen. Es findet sich unter dem oberen senkrechten Kreuzesbalken, zeigt Maria aber nicht nur unter dem Kreuz, sondern gleichzeitig auch als Königin über der KJB. Damit ist die Weihe an die Gottesmutter fest gehalten. Nicht zuletzt wird mit dieser Ähnlichkeit zum Wappen von Papst Johannes Paul II. auch unsere Anhänglichkeit an die Kirche deutlich, die wir im Programm als Ziel formulieren: Die KJB ist ein Werk der Kirche.

Von Anfang an wusste sich die KJB dem sozialen Königtum Jesu Christi verpflichtet und will dieses Ideal auch nach außen zeigen durch eine Krone mit drei Spitzen, die sich aus der Gesamtform zwischen den beiden Querbalken aus Kreuz und M ergibt. Der Refrain von 'Wir jungen Christen tragen' spricht unsere Beziehung zu diesem Königtum klar an:"Wir wollen Königsboten sein des Herren Jesu Christ" In kräftigeren Worten finden diese Gedanken Ausdruck im Lied 'Lasst die Banner wehen', wo es in der 2. Strophe heißt:"Christi Zeichen tragen unsre
Sturmesfahnen" Hier wird auch der Bezug zu Abzeichen, Fahnen usw. deutlich angesprochen.
Abrundend stehen in der unteren Hälfte des Emblems die drei Buchstaben KJB, die den Namen unserer Gemeinschaft andeuten. Es ist nicht die Hauptsache des Abzeichens, aber es versteckt sich auch nicht.

Allerdings sollte man nicht dabei stehen bleiben, nur von links nach rechts die offensichtlichen Buchstaben zu lesen, sondern man kann auch in der Mitte von oben nach unten lesen. Die Kro ne steht für den Christkönig, das M für die Gottesmutter Maria, das ‚J für den Schutzpatron der Kirche, den heiligen Josef. Damit hätten wir auch Hinweise auf die drei KJB-Gebete.
Das KJB-Emblem beinhaltet eine Fülle von Gedanken, die immer wieder eine Betrachtung wert sind. Wir können stolz sein auf ein schönes, aussagekräftiges und jugendgemässes Abzeichen und sollten uns als aktive KJB'ler dazu bekennen.

