Krone

Priesterbruderschaft St. Pius X.

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Lass uns darüber abstimmen

— abgelegt unter:

durch Frankreich nach Spanien

Lass uns darüber abstimmen! (wir stimmten nämlich immer über alles ab...)

kjb-basel17./18. Juli 2011: Huhu, ich bin Franziska. Während die organisierten Radfahrer tief schliefen, mussten chaotischeren ihre Sachen zusammenpacken; für welche wurde es 4.30 Uhr morgens, ganz zu schweigen von P. Weigl, der erst nach dem Amt packte! Irgendwie haben’s doch alle geschafft und nach einem feinen z`Mittag traten wir unsere ersten Kilometer an. Querbeet durch Frankreich hielten wir zum z`Nacht in Clermont Ferrand an, wo eine sehr schöne Kathedrale erbaut ist. Erst suchten wir sie verzweifelt, dann kamen wir nur noch vor eine verschlossene Kirchentür! Naja…

Montagmorgen 6.00 Uhr: Ankunft in Spanien. Das Land, bekannt für heisses und sonniges Wetter, hat uns gleich abgekühlt, denn in San Sebastian war es bewölkt und die Meerwellen ’’überfluteten’’ die Stadtmauer. Der Regen war so nett und hat gewartet bis die Messe unter freiem Himmel zu Ende war! Nach dem Frühstück haben sich die Velofahrer mit voller Motivation und Abenteuerlust aus dem Staub gemacht... Abends sah das nämlich ganz anders aus: das erste Fahrrad durfte bereits wieder in den Kastenwagen eingeladen werden. Auch wenn es wohl neu war, hielten die Pedale die sehr grosse Steigung nicht aus und mit nur einem Pedal kommt man nicht weiter, kann sich wohl jeder ausmalen!! Und wie schon angedeutet, war der Anfang nicht gerade leicht… immer höher, immer höher, immer höher, da hätte ich gerne ein Elektrorad gehabt! Na sehen wir’s mal optimistisch: wo es hoch geht geht’s auch wieder runter, und das war natürlich genial! Um ca. 15.00 Uhr picknickten wir am Strand, nachdem wir uns von den Wellen im kühlen Wasser hin und her trieben liessen…Den Abend verbrachten wir in Mutriku, 70km westlich von San Sebastian, auf einem Campingplatz mit Sicht auf Strand und Meer. Wir genossen die frische und salzige Meeresluft, erweiterten einmal mehr unsere Witzkenntnisse und wogen den einen oder anderen mit Gitarre und Gesang in den Schlaf.

kjb-basel19. Juli 2011: Hallo. Ich bin Lukas, der Jüngste. Als ich die Augen aufmachte, regnete es. Wir hatten die Hl. Messe und dann schüttete es. Wir konnten nicht abfahren, so setzten wir uns ins Zelt und die Autos, redeten, lachten und schliefen. Als es wieder schöner wurde, packten wir schnell zusammen, fuhren los und verfuhren uns. Wir wollten nicht umkehren, also fuhren wir eine kleine steile Seitengasse hoch, die plötzlich zum Mountainbike- schliesslich zum Wanderweg wurde. Alle mussten stossen. Selbst schuld, die Bürger dieses spanischen Dörfchens hatten uns zuvor nämlich vor diesem Weg gewarnt :). Als es wieder runter ging, gab es zwei Unfälle in der ersten steilen Kurve. Ein drittes Rad fuhr hinten rein, welches dann kaputt war. Kommentar von P. Weigl: „Ihr hattet mehr als Glück! Glück wär gewesen, ihr läget jetzt halbtot am Strassenrand!“… ausser Schürfwunden haben die beiden nichts abbekommen! Dann radelten wir eine schöne, recht kurvige Strecke unter Eukalyptusbäumen am Meer entlang, wobei uns die ganze Zeit Regen und Wind ins Gesicht peitschten. Nach fast 30km liessen wir uns an einem Leuchtturm abholen. Dort assen wir und fuhren mit dem Auto weiter nach Bilbao. Unterwegs lernten wir anhand einer Spanisch-Lern-CD unsere ersten spanischen Sätze bilden: „Es una camioneta grande!“ (Das ist ein grosser Lieferwagen). Und dann begann eine 2-stündige Suche nach einem geeigneten Schlafplatz. Schliesslich schliefen wir wie Zigeuner auf einem Rastplatz am Strassenrand :).

kjb-basel20. Juli 2011: Hoi, ich bin Matthias. Der Tag fing ganz normal an. Das einzig Spezielle war, dass es zum ersten Mal morgens nicht regnete und es zum Frühstück Porridge gab. Mit den 9 verbliebenen Velos amüsierten wir uns später, den Verkehr möglichst ganz zu blockieren. Später wechselten wir auf eine Velobahn, auf der die Geschwindigkeit auf 10 km/h begrenzt war, aber das hielt uns nicht auf. Folglich befanden wir uns andauernd auf der Überholspur. Glücklicherweise konnten wir vor dem Blitzer noch abbremsen. Als wir uns am Ende dieser Strecke ganz aussen auf einer Landzunge fanden, mussten wir den Weg wieder zurückfahren, um eine gewisse Bucht zu umgehen. Es hätte noch die Möglichkeit gegeben zu schwimmen, aber einige hatten Angst um ihre Velos. Der Umweg hat aber nicht gut getan. P. Weigl hat sich bei einem kleinen Hügel verschaltet, wobei der gesamte hintere Gangschaltapparat abgerissen wurde. Nebenbei riss auch noch die Kette und Franziska bekam dank spanischen Glasscherben einen platten Reifen. So fuhren wir zu 7. zum Ziel, einem Strand (mit grossen Wellen) in Santoña. Später suchten wir unseren Schlafplatz, welchen wir an einem einsam gelegenen Teich fanden. Und dann kam, was wir an diesem Tag noch vermisst hatten: der Regen. Und er kam perfekt zum Zeltaufbau, damit auch alles schön nass wurde. Wir liessen uns aber nicht aufhalten und grillierten unsere Würste im Zelt auf einem Gasgrill. Schliesslich hörte der Regen doch auf und wir versuchten die Türe aufzuspannen. Wir merkten aber, dass es nicht gerade einfach war, eine spanische Schnur gespannt im spannenden Spanien zu spannen! Dann wollten die Mädchen unbedingt singen, damit die Jungs besser einschlafen können. Eingeschlafen ist aber keiner, Tamara musste Katha sogar vom Singen abhalten, da sonst das Stimmgerät kaputt gegangen wäre :).

kjb-basel21. Juli 2011: Hey, ich bin Damian. Der Morgen war turbulent. Wir wurden nämlich von der Polizei geweckt mit einem uiiiuiiiuiii- Gerät. Tamara schaute daraufhin aus dem Zelt. Polizei: „No Campar a qui!“. Tamara: „Ah, ok!“… und ging wieder rein! :) Wir hatten dann genau zwei Stunden Zeit, den Platz zu verlassen und dann fuhren wir mit dem Velo 45 km bis Santander. Dort luden wir die Velos auf und fuhren zu einem Campingplatz direkt am Strand, wo wir dann abends noch Beach-Volleyball gespielt haben. Später gab’s Spaghetti und während zwei Mädels kochten, hielt der Pater uns einen Vortrag über F. Vittoria. Zudem gönnten wir Jungs uns heute eine Runde Fussball, während die Mädels unsere Wäsche wuschen. So sollte es sein! :) Gehört und notiert: Frage nach der Hl. Messe: Wer fährt heut überhaupt Fahrrad? (statt: wer fährt Auto)

kjb-basel22. Juli 2011: Hoi zämä. I bi de Josef us em Muotathal. An dem… ähm… Freitag (man vergisst hier tatsächlich dauernd, was für ein Wochentag ist!) standen wir gegen 9.00 Uhr auf, hatten aber erst kurz nach 10.00 Uhr die Hl. Messe… normalerweise sind meistens wir an den Verspätungen morgens Schuld, heute waren`s die Mädchen, die noch Wäsche trocknen mussten. Für einmal war kein Regen, 36°C, wir fuhren der Küste entlang, bogen aber dann einmal falsch ab und fuhren ins Landesinnere, grösstenteils durch eine Schlucht, in der wir dann auch merkten, dass wir falsch waren, die aber mehrere Kilometer lang war, sodass wir uns am Ende der Schlucht, welcher übrigens zu einem Nationalpark gehörte, mit ganzen 65km in Potes abholen liessen! Wir assen heute zwei Mal 4kg Glace zu 8. (einfach mit Plastiklöffel aus der Packung) und kamen nach 2 ½ Stunden Autofahrt Richtung Salamanca ziemlich müde am Campingplatz an. Gehört und notiert: Tamara: „Wir haben noch nicht nachgebetet… ach, macht nichts, war sowieso nicht fein!“

kjb-baselSamstag, 23. Juli: Hoi. Ich heisse Selina. Das erste Besondere war unser Einkauf in Salamamca (wir fuhren mit dem Auto dahin): eine ¾ Stunde (!!!) im Lidl! Anschliessend haben wir in einem Park gemütlich zu Mittag gegessen, Volleyball und Fussball gespielt und Franziska hat uns einen Vortrag über Salamanca gehalten. Da wir den ganzen Nachmittag und den Abend in der Stadt verbringen wollten, sind wir zuerst zum Zeltplatz gefahren und haben aufgebaut. Dann sind wir zu 12. im VW-Bus in die Stadt gefahren. Die Leute haben schon komisch geschaut, als so viele aus einem VW-Bus ausgestiegen sind!!! =) Wir schauten uns dann die Stadt näher an: die alte Universität, die Kathedrale, das Kloster, der Plaza Major, der schönste geschlossene Platz Spaniens… Gegen Abend suchten wir ein spanisches Restaurant. Wir fanden auch ein billiges, es hatte nur ein Problem: die Menükarte war nur auf Spanisch geschrieben, es konnte keiner spanisch, ausser Tamara ein ganz kleines bisschen, und der Kellner konnte weder Deutsch, noch Englisch, noch Französisch oder sonst irgendwas!!! So mussten wir uns mit Händen und Füssen verständigen, was ziemlich kompliziert war und zu einigen Missverständnissen und Lachanfällen geführt hat. =) Anschliessend folgte ein gemütliches Ausklingen des Abends mit einem Spaziergang durch die Stadt, mit Eis essen oder mit dem Geniessen der Atmosphäre auf dem Plaza Major, der nachts mit seiner Beleuchtung noch viel schöner ist. Gegen halb 1 kamen wir auf dem Zeltplatz an. Während die Mädchen ganz brav und leise in ihre Schlafsäcke gehuscht und schnell eingeschlafen sind, war für die Jungs noch nicht so schnell Nachtruhe. Kurze Zeit später schlichen sich 4 davon und sprangen in den Pool. Da es jedoch ziemlich kalt war, dauerte diese Aktion nicht lange und es folgte eine halbstündige heisse Dusche!!! Die dachten übrigens, keiner von uns Mädchen kriegt es mit, aber sie haben wohl nicht damit gerechnet, dass Katha einen leichten Schlaf hat! =)

kjb-basel24. Juli 2011: Huhu, ich heisse Tamara und bin der Kopf der Bande! Der heutige Tag schien vielversprechend: zunächst Àvila, die schöne mittelalterliche Stadt und Geburtsort der hl. Teresa. Zu Fuss schuhten wir zum Monasterio de la Incarnación, in dem die hl. Teresa 27 Jahre lang gelebt hatte. Glücklich darüber, dass wir es gefunden hatten, standen wir vor verschlossenen Türen: Siesta 13.00 – 16.00 Uhr. Aktuelle Uhrzeit: 13.15 Uhr…Wir grüssten die Heilige also leider nur telepathisch. Wer wissen will, wie die spanischen Regenten ihr Königtum aufgefasst haben, sollte wie wir ca. 45km ausserhalb Madrid Halt machen, beim Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial. Unter Philipp II. 1563-1584 erbaut, erhebt sich der nüchterne Komplex, der zugleich Königspalast, Kloster, Schule, Bibliothek und Mausoleum ist, über die Ebene. Man versteht sehr schnell, dass Philipp die Gottesfurcht ernst nahm: im Zentrum steht die Kirche und der ganze Bau ist wie der Grillrost angelegt, mit dem der Patron, San Lorenzo, sein Martyrium erlitt. Ad maiorem Dei gloriam. Nachdem wir die pingelige Dame an der Theke verwirrt hatten mit unseren tausend Studentenausweisen, die z.T. auch nur Bibliothekskärtchen waren, bestaunten wir den Palast und störten uns auch nicht daran, die ersten Busszettel an den Autoscheiben zu haben. Übernachtet haben wir in einem Pinienwald zwischen 2 Autobahnen und seltsam vielen Taschentüchern am Boden. Wofür der Wald wohl sonst so genutzt wurde? Lieber nicht zu viel nachdenken :)

kjb-basel25. Juli 2011: Grüezi. Ich bin Bernadette. Wir wachten alle im Freien oder im Auto auf. Mit dem Auto nahmen wir den Weg nach Toledo unter die Räder. Dort angekommen, wollten wir als erstes die Kathedrale besuchen, denn diese gilt als die bedeutendste gotische Kathedrale von ganz Spanien. Toledo ist aber auch bekannt für ihren Schmuck und ihre Schwerter und so kam es, dass der Weg zur Kathedrale viel Zeit beanspruchte :). Dort waren wir richtig beeindruckt! Sie ist enorm schön! Durch eine Seitentür gelangten wir zur Schatzkammer in der eine 160 kg schwere und 3 Meter hohe Monstranz steht. Eigentlich wollten wir nach dem Besuch der Kathedrale mit dem Velo zur Familie Lorenzo fahren. Nur unser Rückweg zum Auto führte uns wieder an den vielen Läden vorbei, so beschlossen wir, das Velofahren sein zu lassen und dafür zu shoppen, bis die Geldbeutel leichter wurden. Franziska meinte dazu: "Wir üben nur Armut!". Kurzentschlossen besuchten wir noch das Priorat von Madrid, wo P. Weigl die heilige Messe las und wir von den Patres dort mit feinen Keksen verwöhnt wurden. Bei Lorenzos angekommen, freuten wir uns über den Pool, in dem wir ein Erfrischungsbad genossen (natürlich achteten wir allgemein auf getrenntes Baden). Nach einem Tag mit 36°C eine Wohltat. Familie Lorenzo lud uns zu einem "Minibuffet" ein. Wie sie auf den Namen "Mini"buffet kamen, ist mir schleierhaft. Wir stopften unsere Bäuche mit den vielen feinen Sachen voll und gingen danach in den Garten zum Schlafen.

kjb-basel26. Juli 2011: Hallo Zusammen. Ich bin Sophie, die einzige Französin der KJB, die sich traute, mit dieser Gruppe den Urlaub zu verbringen :). Der Morgen war traumhaft. Zuerst hatten wir im Innenhof des Hauses von Familie Lorenzo die Hl. Messe und dann ein riesengrosses, supergeniales, prima-Frühstück! Frau Lorenzo fragte uns noch, ob wir denn draussen gut geschlafen hätten. Als wir bejahten, musste sie lachen und sagte: „Ja, ja, ich habe euch schon gehört. Tuschel, tuschel bis 4.00 Uhr in der Früh!“ Ups… Dann fuhren wir nach Madrid in den Prado. Das ist wie das Louvre in Paris… es hängen lauter berühmte Bilder von berühmten Malern dort, z.B. von El Greco oder Michelangelo. Von ihm sahen wir z.B. das berühmte Bild der Verkündigung Mariens. Wir hatten für die Kunstwerke den ganzen Nachmittag Zeit. Einige von uns kamen gar nicht mehr los und blieben bis 17.00 Uhr drin, andere waren schon früher draussen und bummelten durch Madrid. Dort kauften wir auch unsere spanischen Strohhüte, welche ihr auf einigen Fotos bewundern könnt. Danach fuhren wir zu unserem Campingplatz. Unterwegs stellten wir fest, dass die Kreditkarte fehlte. Nach einigem telefonieren, erfuhren wir, dass sie beim Schalter im Prado liegt. Der Pater und Tamara fuhren zurück, wir anderen suchten unseren Campingplatz. An dem Abend kochten wir typisch spanisch: Fachita!

kjb-basel27. Juli 2011: Sali, mein Name ist Cyrill. Der heutige morgen in Quenca begann für uns Männer unsanft. Die Mädchen weckten uns mit Wasser!!! Wahrscheinlich, damit wir schneller aus den Federn kommen. Weiss gar nicht, was die immer haben…! Doch heute ging`s schneller. Wir Jungs bauten sogar ohne Aufforderung das Zelt ab und erledigten den Abwasch :), WOW! Beim Frühstück erklärte uns Pater Weigl, dass der süsse Messwein, den uns die Patres in El Alamo mitgegeben haben, die Zähne zusammenklebt. Danach fuhren wir nach Valencia. Dort besichtigten wir gemeinsam die Kathedrale, in der der Überlieferung zufolge der Hl. Gral (Kelch Christi beim letzten Abendmahl) verehrt wird und die Seidenbörse, ein berühmtes gotisches Gebäude der Stadt. Anschliessend trennten wir uns für einen Stadtbummel. Wir Männer gingen, wie sollte es auch anders sein, Sangria und Tecilla trinken, während die Mädels die Läden abklapperten. Abends gönnten wir uns ein leckeres Abendessen in einem gemütlichen einheimischen Restaurant (mit einem lustigen Kellner und einer aufgedrehten Tamara, die irgendwelche Tiere in Sosse bestellte, deren Augen sie während des ganzen Essens anschauten und die sie dann auch mitass :) ) und dann besuchten wir noch die Chilbi. Um Mitternacht fuhren wir weiter Richtung Barcelona und übernachteten am Strassenrand in einem Graben neben Orangengärten.

kjb-basel28. Juli 2011: Hoi, ich bin Katha. Nach einer wunderschönen Nacht unter Sternenhimmel hatten wir unter Orangenbäumen die Hl. Messe. Der Morgen war angefüllt mit dem Ausreissen von Aloe-Vera-Pflanzen, dem Fotografieren vorbeifahrender Kutschen, deren Fahrer unser morgendliches Aufstehen am Strassenrand beobachtete als kämen wir vom Mond und dem Vertilgen aller Reste, die wir im Kofferraum unseres VW noch fanden. Dann schwangen wir uns wieder in die Sättel und fuhren zum Mittelmeer. Das Besondere am heutigen Tag war, dass die Velofahrer sich unfreiwillig in drei Gruppen aufteilten… 4 zu 3 zu 1, wobei Matthias, der als Einzelperson durch den „Comminidad Valenciana“ radelte, an dem Tag ganze 100km fuhr, um uns wieder zu finden und meinte bei seiner Rückkehr auf unsere neugierigen Fragen hin nur: „Physisch geht es mir gut. Aber stellt euch diesen psychischen Stress den ganzen Tag hindurch vor! Kein Handy, kein Geld, kein spanisch und um wieder heim zu kommen, müsste ich ganze 2000 km radeln!“ Naja, so schlimm war es zum Glück nicht. Schlussendlich fanden wir an einem wunderschön gelegenen einsamen Strand wieder zueinander. Gegen Abend fuhren wir mit dem Auto Richtung Barcelona und übernachteten auf einem Campingplatz am Strand, nachdem wir beim Einbruch der Dunkelheit immer noch keinen geeigneten Schlafplatz im Freien fanden.

29. Juli 2011: Hier bin ich nochmal. Der Tag begann für die einen mit Ausschlafen, für die anderen mit einem erfrischenden Bad im Meer bei Sonnenaufgang. Und dann ging`s ab nach Barcelona. Gegen Mittag betraten wir diese absolut touristische Stadt. Dort besichtigten wir als erstes die noch nicht fertiggebaute Kathedrale „Sagrada Familia“, bevor eine Gruppe mit Pater Weigl nach Manresa fuhr, um dort die Höhle zu besichtigen, in der der Hl. Ignatius die geistigen Exerzitien empfing und die anderen einen Stadtbummel unternahmen. Zum Abschluss unserer Fahrt gingen wir am Abend ein richtig grosses Eis essen und machten uns dann auf den Weg nach Hause. Nicht einmal 10 km von Barcelona entfernt, ging die Schiebetür des VW-Busses kaputt, welche schon auf der ganzen Fahrt etwas klemmte. Nachdem Pater Weigl nach drei Stunden Türe zuhalten fast der Arm abfiel, banden wir sie mit einer Schnur an und hatten die Nacht über immer frischen Wind im Bus, was bei der Hitze in Spanien ja nicht unbedingt ein Nachteil ist :). Nur der steife Nacken am Morgen war etwas sehr unangenehm…

30. Juli 2011:  Guten Morgen! Hier ist wieder Katha. Von „gut geschlafen“ kann eigentlich keine Rede sein…Frankreichs Strassen sind gewöhnungsbedürftig, der frische Wind im Auto auch. Wobei die, die sich die Nacht hindurch im Kastenwagen aufs Gepäck legten, eigentlich ganz munter aussahen, als wir um ca. 9.00 Uhr in der Kapelle in Unieux (Schule und Priorat der FSSPX in Frankreich) das Hl. Messopfer feierten. Trotzdem flüsterte der Pater den Ministranten zu, sie sollen uns in den Bänken doch ausrichten, dass wir die Hl. Messe mit unserem Gesang ausschmücken sollen… nicht etwa, weil er so schön ist, sondern weil er uns vor dem Einschlafen bewahren sollte. Wir verstanden, wir sollen singen, damit der Pater nicht einschläft… zwar ein kleines Missverständnis, jedoch sangen wir und alle blieben wach :). Einige Stunden später passierten wir bei Genf die Schweizer Grenze! Und Augenblicke später trafen wir in Basel ein. Ausladen, putzen, Fotos hochladen, sortieren, wegräumen, verabschieden und auf der Heimfahrt von vergangenen Tagen träumen… die lange Reise in ein wunderschönes Land hat sich gelohnt!!! 
 
 

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