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Priesterbruderschaft St. Pius X.

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KJB-Wil ein Wochenende in Tarasp im Bündnerland

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kjb-wil
in den schluchten
bei der berghütte
en guete
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Am Freitagabend machten sich gegen die 20 KJB'ler der Gruppe Wil auf den Weg um ein Wochenende im Bündnerland miteinander zu verbringen. Nach einem kurzen Glacehalt in Landquart ging die Fahrt weiter über den Flüelapass bis nach Tarasp, wo wir in der Zivilschutzanlage unser Nachtquartier aufschlugen und auch schon bald in unseren Schlafsäcken einschlummerten. 

Am nächsten Morgen durften wir in der Dorfkirche um 7.00 Uhr die Hl. Messe lesen. Anschliessend stärkten wir auch den Leib mit einem ausgiebigen Frühstück, bevor wir uns dann mit den Autos aufmachten ins S-Charl Tal, von wo aus wir unsere "gemütliche" Wanderung durch den Nationalpark starteten... Der Weg führte uns durch Wälder, über Alpen und steinige Schluchten. Sogar Murmeltiere und wilde Pferde konnten wir beobachten. Auf der Alp Plavna genossen wir in einer bewirteten Alphütte das Mittagessen. Frisch gestärkt nahmen wir den Abstieg in Angriff. Unterwegs wurde geplaudert, die wunderschöne Alpenflora bewundert und natürlich fleissig gesungen. So wanderten wir zurück ins Dorf Tarasp, von wo aus die Fahrer zurück ins S-Charl Tal fuhren um die Autos zu holen. 

Die anderen nutzten die Zeit um sich zu erholen, jeder auf seine Weise. Einige nahmen ein "Fussbad" im Schwarzsee bis sie feststellten, dass es Krebse im Teich hat, einige erfrischten sich im kühlen Bergbach oder nutzten die Gelegenheit um Gespräche zu führen bis Zeit für das Rosenkranzgebet war.

Am späteren Abend fuhren wir mit den Autos zum nahe gelegenen Grillplatz beim Schwarzsee, wo man versuchte ein Feuer zu machen. Da es während des Tages einige Regenschauer gab, war das Holz feucht, was das Feuermachen nicht gerade vereinfachte… Aber mit vereinten Kräften brachten wir es zustande.

Während wir so friedlich unsere Würste (und marinierte Pouletflügel) grillten, telefonierte uns ein besorgter KJB'ler, dem es wegen seiner Vaterlandspflichten nicht möglich war an dem Wochenende teilzunehmen, und informierte uns, dass Klosters überschwemmt worden sei und wir nicht mehr zurück fahren könnten. Nach einigem Hin und Her stellte sich heraus, dass er sich im Datum "verguckt" hatte, da Klosters vor ca. einem Jahr bei einem Unwetter überschwemmt wurde. Naja, im Militär haben sie ja bekanntlich wenig Schlaf... ;-) 

Nach dem schönen Abend machten wir uns wieder auf den Weg zur Zivilschutzunterkunft, wo wir nach einigen kleinen Aufregungen den Schlaf fanden.

Am nächsten Morgen klingelte schon sehr früh der Wecker. Nur fand sich keiner, der ihn abstellte, da er seltsamerweise keiner gestellt haben wollte…

Auch an diesem Tag durften wir in der Dorfkirche wieder die Hl. Messe lesen. Sogar ein Organist und eine Schola wurden engagiert. Pater Suter wies in der Predigt darauf hin, dass wir hinter der Schönheit der Natur und alles Geschaffenen immer den Schöpfer sehen müssen. Er verglich dies mit einer Kerze in einem dunklen Raum, deren Schein von vielen Spiegelchen wiedergegeben wird. Man darf aber die Spiegelchen nicht für die Kerze, das Geschöpf nicht für den Schöpfer halten. 

Nach dem Brunch in der Zivilschutzanlage nahmen wir an einer Führung durch das Schloss in Tarasp teil. Wir wurden durch die verschiedenen Räume, welche alle mit Strom, Wasser und sogar Zimmertelefon ausgestattet sind, geleitet. Ganz eindrücklich war die in die Mauern eingebaute unsichtbare Orgel.

Zu unserer Gruppe gesellte sich noch eine "Senioren-Wandergruppe" hinzu. Zu unserer Überraschung war darunter Altbundesrätin Ruth Dreifuss. Natürlich liess es sich unser Chef nicht nehmen, ihr persönlich guten Tag zu sagen und versuchte sich unauffällig für ein gemeinsames Foto mit ihr zu positionieren…

Schon nahte das Ende unseres Treffens. Nach einem kleinen Imbiss in der Zivilschutzunterkunft machten wir uns auf den Heimweg. Auf dem Flüelapass legten wir noch einen Zwischenhalt ein, fuhren aber bald weiter, da es schneite und ziemlich kalt war.

Zuletzt bleibt es uns noch ein herzliches Vergelt's Gott auszusprechen: den Bründern Dudli für die prima Organisation dieses schönen Treffens, Pater Thomas Suter für die geistliche Leitung und allen die zu diesem gelungenen Ausflug beigetragen haben. 

Ganz besonders danken wir auch der Sakristanin von Tarasp, die uns die Kirche geöffnet und uns ermöglicht hat in der Dorfkirche die Hl. Messe zu feiern. 

Autorin: E. Müller

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