Es schneyelet u beyelet in Grinduwaud…
Es schneyelet u beyelet in Grinduwaud…
Ausflug der KJB-Basel
Es war am Freitag Abend, 15. Oktober. Ziemlich spontan entschlossen wir uns, nach Grindelwald zu fahren in ein Ferienhaus, das einer Familie aus dem Priorat gehört und uns netterweise zur Verfügung gestellt wurde.
Zu siebt machten wir uns also auf und kamen erst an, als alles schon in tiefer Dunkelheit lag. Die Berge mussten also bis morgen warten. Gespannt, was uns der nächste Tag bringen wird, legten wir uns schlafen.
Das heisst, eigentlich wussten wir schon, was er uns bringen wird: am Samstag nämlich Regen bei 3° und am Sonntag Schnee bei 0°C… Doch wen kratzte das schon? Um 9 Uhr machten wir uns auf die Socken, chacun à sa façon: die Franzosen mit Mantel, Turnschuhen und Schirm, die anderen mit Wanderschuh und Regenjacke.
Es sollte zum First gehen, also ca. 1000 Höhenmeter. Vielleicht war es der Schnee, der plötzlich in dicken Flocken zur Erde fiel und ansetzte, vielleicht auch die vernebelte Sicht, bei der man nicht weiter als 100m sah: so etwa alle 5 Minuten legten wir auf alle Fälle eine Pause ein und kamen schön ausgeruht oben an, wobei wir noch drei weitere tapfere Bergsteiger von uns trafen, die erst Samstag von daheim los sind und uns mit dem Gondeli eingeholt hatten.
Nach einem ausgiebigen z'Mittag setzten wir unsere Route zum Bachalpsee fort, wo Fotoshooting im „Tiefschnee“ angesagt war.
Den Heimgang könnte man ungefähr mit der folgenden Gleichung beschreiben: Talabfahrt = 2 glatte Turnschuhe + 1 Hand voll Schirm + 1 Arm zum Fuchteln! :-)
Doch wir sind zum Glück alle wohlbehalten zurückgekommen und liessen es uns gut gehen bei warmer Dusche, heissen Bratwürsten und einer Runde Activity.
Am Sonntag Morgen trennte sich die Gemeinschaft schon wieder: ein Auto voll fuhr nach Basel zurück, der Rest wollte noch einen kurzen Abstecher ans Gletschertor machen. Da es leider weit und breit keine „gescheite“ Messe rund um Grindelwald gibt, fanden auch die letzten Basler den Weg über Wil mit der Abendmesse nach Hause zurück.


Autor: Tamara Schär



