Auf den Strassen
Auf den Strassen
KJB-Wil in Aktion
„Ein jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird selig werden. Doch wie sollen sie den anrufen, an den sie nicht glauben? Oder wie werden sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber sollen sie hören, wenn niemand ihnen predigt?“ (Röm 10,13-15)
Wir KJB`ler haben das grosse Glück, unseren Glauben zu kennen, getauft und gefirmt zu sein. Als Getaufte und noch mehr als Gefirmte haben wir nicht nur das Anrecht auf jeweils genug helfende Gnaden, um unseren Stand entsprechend gut zu leben. Wir haben auch einen Auftrag: Wir sind nicht nur Christen für uns, sondern auch für Gott und für die Kirche – für das Heil der Seelen.
Deswegen gingen wir KJB`ler von der Gruppe Wil unter diesem Motto an zwei Samstagen auf die Strassen in Wil und St. Gallen. Dazu stellten wir einen Stand mit verschiedenen Büchern, Heftchen und Flugblättern auf. Einige Stellwände informierten über die KJB, die Priesterbruderschaft und die alte Messe, andere sprachen die shoppenden Passanten auf kritische Themen wie Zölibat, Hexenverbrennungen, Inquisition, Päpstin Johanna und Papst Pius XII. und die Juden an. Um die Wirkung zu vergrössern war auf den letzteren genannten Plakaten angriffige Titel als Fragen aufgezeichnet wie zum Beispiel, „Das Zölibat eine unmenschliche Erfindung?“
Diese Themen erarbeiteten wir zuvor in den Gruppenstunden und jede stellte ein Thema mit den entsprechenden Argumenten den anderen vor. Darüber hinaus wurde zu jedem Thema ein Argumentarium erstellt. Dies zur vertieften Information der KJB’ler sowie auch für die Diskussionspartner und Interessenten.
Natürlich blieben wir nicht alle hinter unserem Stand stehen. Die einen machten Umfragen, welche so aufgebaut sind, dass man in den meisten Fällen zu einer Diskussion kommt. Denn die Umfrage ist nicht das Ziel, sondern der Zweck um einfacher in eine Diskussion zu gelangen, in der der Gegenüber auf Religion und Wahrheit angesprochen und versucht wird, diesen zu überzeugen.
Die anderen sammelten Unterschriften für die Volksinitiative „Abtreibung ist Privatsache“, in der es darum geht, die Finanzierung der Abtreibungen aus der Grundversicherung zu entfernen, damit wir nicht gezwungenermassen diese mitfinanzieren.
Nun, liebe KJB`ler bei solchen Aktionen kann man nichts verlieren, man kann nur gewinnen!
Was könnte man verlieren? Die Achtung von gewissen Menschen? Die Zeit? Den gemütlichen Samstag? Die Furcht und Angst? Ein wenig Schuhprofil?
Was kann man gewinnen? Unsterbliche Seelen für Gott? Gnaden? Überzeugung, Mut und mehr Wissen im Glauben? Gut eingesetzte Zeit? Jugendliche Zeugnisablegung? Nicht zuletzt genannt, Zusammenhalt unter katholischen Jugendlichen? Ja, und vielleicht etwas kalte Zehen uns nasse Socken…
Es wird wohl jeder wissen, auf welche Seite der Zeiger auf einer Waage bei diesen zwei Fragen kippt.
In unserem KJB- Programm lesen wir: „Nach den Worten Jesu: `Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, dass habt ihr mir getan`, möchten wir tatkräftig mithelfen, körperliches und seelisches Leid in unserer Umgebung zu lindern. Unsere vornehmste Aufgabe wird es sein, viele Seelen zu Gott zurück zu führen. Dies geschieht durch vertrauensvolles Gebet und Opfer, durch unser christliches Vorbild in Familie, Schule und Beruf und – wo es angebracht ist – auch durch unser Wort.“
Durch ein richtiges Wort zur rechten Zeit können wir Menschen dazu bringen, über sich und ihre Lebensziele nachzudenken. Wir können so vielleicht zu einer Bekehrung beitragen. Natürlich geht es nicht darum, den anderen die Wahrheit „ins Gesicht zu schleudern“, sondern sie mit Hilfe der Gnade Gottes und durch Überzeugung auf den rechten Weg zu lenken.
Und zu guter Letzt noch eine persönliche Anmerkung. Glaubt ja nicht, dass mich es keine Überwindung gekostet hätte und ich nicht über den eigenen Schatten habe springen müssen um auf die Strasse zu gehen und Menschen anzusprechen…!
Es geht allen gleich und kostet doch jeden Mut. Aber wie gesagt, wenn man es nüchtern betrachtet, kann man nur gewinnen und wer will schon kein Gewinner sein… :-) ? Und wenn wir einmütig zusammenarbeiten und auf den Beistand des Hl. Geistes vertrauen, dann finden wir Mut und Kraft, auch in das öffentliche Leben erfolgreich hineinzuwirken auch wenn der Erfolg nicht unbedingt gleich sichtbar ist!

