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Priesterbruderschaft St. Pius X.

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Heiliger Aloysius von Gonzaga

aloisiusJesuit

geb. 9. März 1568 bei Mantua (Spanien)

gest. 21. Juni 1591 in Rom (Italien)

Der kleine Gonzaga lernte, von seinem Lehrer und der frommen Mutter unterwiesen, immer mehr den grössten König kennen, unter dessen Fahne zu dienen es noch ehrenvoller war, als unter dem Feldzeichen des mächtigen spanischen Königs. Durch diese Erziehung wuchs in ihm eine heisse, das ganze Herz erfassende Christusliebe.

Stirnrunzelnd beobachtete der Vater, der vom Feldzug heimgekehrt war, die Veränderung im Wesen seines ältesten Sohnes. Er selber war fromm und gottesfürchtig, aber Luigi schien ihm des Guten dann doch zu viel zu tun. Als er von seinen Bussübungen erfuhr verbot er ihm diese und reiste mit ihm nach Florenz um ihn auf andere Gedanken zu bringen.

Sein Vater verlangte von ihm, dass er dort an allen Festlichkeiten teilnimmt. Luigi gehorchte, bewahrte aber im Herzen einen Platz den das leichtlebige Treiben nicht zu stören vermochte. Immer wieder suchte er in der Jesuitenkirchen San Giovanni in der Stille das Gebet.

Wie er mit dem Vater ausgezogen war nach Florenz, so kehrte er wieder nach Castiglione zurück: mit dem festen Willen und aller Entschiedenheit den ewigen Dingen zugewandt.

Von dem Tag seiner ersten heiligen Kommunion an verbrachte er jeweils den ersten Teil der Woche mit der Vorbereitung auf die hl. Kommunion am Sonntag und den zweiten Teil mit der Danksagung. Bald äusserte er den Wunsch sich Gott durch ein klösterliches Leben völlig hinzugeben. Heftig protestierte sein Vater gegen diesen Wunsch und versuchte ihn erneute durch "Zerstreuungsreisen" von seinem Wunsch abzubringen. Aloysius aber blieb fest bis der Vater schliesslich nachgab, sodass Luigi im Jahre 1585 (nach seiner feierlichen Abdankung als Prinz von Gonzaga an seinen Bruder Rudolf) in den Jesuitenkonvent Sankt Andreas eintrat.

In der Armut seiner Zelle empfand Aloysius ein Glück ohnegleichen. Allen anderen Novizen war er das Vorbild der Demut, des Gehorsams, der Gottesliebe und einer edlen, unverletzlichen Herzensreinheit. Sechs Jahre lang bereitete er sich auf das Priestertum vor. Dennoch sollte er in das Heiligtum, das er so sehnlichst erwünschte, nicht eingehen.

1590 brach in Rom die Pest aus. Sogar der hl. Vater fiel ihr zum Opfer (Sixtus V., Urban VII. und Gregor XIV.). Damals öffneten sich die Tore des römischen Novizenhauses; die Söhne des heiligen Ignatius nahmen ihren Weg zu den unglücklichen Opfern des Schwarzen Todes.

Aloysius wurde zuerst der Dienst an den Kranken, wegen seiner eigenen schwachen Gesundheit, versagt. Als aber der erste seiner Gefährten starb, liess Aloysius mit seinen Bitten nicht nach, bis er von den Oberen die Erlaubnis erhielt im Hospital des heiligen Sixtus die Pestkranken zu betreuen. Er tat dies mit Hingabe, ohne Schonung seiner selbst.

Eines Tages fand er auf dem Weg zum Spital einen Kranken, der auf offener Strasse zusammengebrochen war. Ohne Zögern beugte sich Aloysius zu ihm nieder, trug ihn ins Siechenhaus und pflegte ihn. Hier holte sich der dreiundzwanzigjährige Ordensmann den Keim des Todes. Ein schmerzliches, langes Krankenlager folgte. Als man ihm aber mitteilte, dass er sterben werde, leuchtete ein hohes Glück in seinen fieberglänzenden Augen auf: "Mit Freuden gehe ich, mit grosser Freude!". Einen Mitbruder, der ihn besuchte, bat er, mit ihm das "Te Deum" zu singen.

Am 21. Juni 1591, am Oktavtag des hl. Fronleichnamsfestes, holte der Herr seine Seele heim.

(Auszugsweise aus: "Heilige und Selige - Der endlose Chor" von Wilhelm Hünermann)

 

Heiliger Thomas Morus

thomas-morusDer englische Staatsmann Thomas Morus (englisch: Thomas More) wurde am 7. Februar 1478 als Sohn eines Richters in London geboren. Als zwölfjähriger Knabe leistete er Pagendienste am Hof des Lordkanzlers, Erzbischof John Morton von Canterbury, der ihn mit einem Stipendium für zwei Jahre nach Oxford schickte. Dort studierte er Latein, Griechisch und ab 1496 begann er eine juristische Ausbildung. Er schloss diese 1501 mit seinem Examen in der Rechtsschule Lincoln's Inn ab, daraufhin lehrte er dort selbst. Thomas Morus schrieb lateinische und englische Verse und arbeitete als erfolgreicher Rechtsanwalt und Unterhändler.

Im Jahr 1504 wurde Thomas Morus als Parlamentsmitglied gewählt. Sein Widerspruch gegen die Steuererhöhungen König Heinrichs VII. erregte grosses Aufsehen. Morus heiratete, ebenfalls 1504, Joan Colt. Aus dieser Ehe gingen vier Töchter und ein Sohn hervor, jedoch starb seine Frau 1510 überraschend. In zweiter Ehe heiratete er Alice Middleton, die eine Tochter aus ihrer ersten Ehe mitbrachte. 
Ab 1510 arbeitete Thomas Morus acht Jahre als Undersherif von London und lehrte Recht an der Schule Lincoln's Inn. Im Jahr 1516 schrieb Morus das erste Buch „Utopia“, das im Dezember veröffentlicht wurde. Ein Jahr später trat Thomas Morus in die Dienste des Königs, der ihn zum Mitglied des Geheimen Rates machte. Darüber hinaus vermittelte er in diesem Jahr bei den Mai-Unruhen in London. Morus wurde 1521 zum Ritter geschlagen und war ein resoluter Gegner von Martin Luther.

Thomas Morus wurde 1523 Parlamentssprecher und sechs Jahre später Lordkanzler. In seinem Privatleben wid-mete sich Morus seinen Kindern und bot ihnen beste Bildungsmöglichkeiten. 
Von seinem Amt als Lordkanzler trat Morus 1531 zurück und weigerte sich 1534, vor dem Kronrat den Suprematseid abzulegen. Beim Suprematseid handelte es sich um einen Eid zur Anerkennung der Oberherrschaft des englischen Königs über die anglikanische Kirche. Ihn musste seit 1534 jeder Geistliche, Parlamentarier und Staatsbeamte leisten, um in den Dienst der englischen Verwaltung oder der englischen Kirche aufgenommen zu werden.

In Folge dessen liess ihn König Heinrich XIII. in den Tower werfen. Bereits zuvor verfasste Morus seine Grabin-schrift und lebte zurückgezogen. Das Parlament beschloss zugunsten der Krone sein gesamtes Vermögen einzuziehen. Morus schrieb bis zu seinem Tod religiöse Traktate und Trostschriften.

Durch ein Sondergericht wurde er am 6. Juli 1535 zum Tode verurteilt, welches auch sein Festdatum ist.

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