Bericht über das Dreikönigstreffen 2012
Bericht über das Dreikönigstreffen 2012
Das alljährliche Treffen diesmal in St. Gallen und Wil
Dauer: Samstag, 31. Dezember 2011 bis Sonntag, 1. Januar 2012
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Das Treffen begann mit der heiligen Messe in der Kapelle St. Gallen, welcher ein Mittagessen auf der Treppe folgt, da es draussen in Strömen regnete. Auf der Speisekarte standen Wienerli und Bürli mit Saucen, sowie Punsch und Tee. Alsbald wurde die Begrüssungsrunde beendet und zur Kathedrale gefahren. Dort angekommen, erhielten wir eine Führung durch das Kathedraleschiff, Chorgestühl, die zwei Krypten und zum Abschluss durften wir die Sakristei bewundern. Die Führung wurde begleitet durch zahlreiche Erklärungen von Eigenheiten dieser Klosterkirche. So konnten wir die älteste Glocke der Schweiz sehen, verschiedene Prozessionsfahnen betrachten und einer der KJB'ler durfte auf der Orgel im Chorgestühl spielen. Speziell dabei ist, dass diese mit der zweiten Orgel parallel geschaltet werden kann, sodass beide Orgeln mit einem Organisten ertönen.
Auf diese Führung folgte ein kurzer Imbiss im Klosterpark. Der nächste Programmpunkt hiess Stiftsbibliothek. Auch dort genossen wir eine Führung durch diese alte Sehenswürdigkeit, bei der uns viele Spezialitäten, Raritäten und Sehenswürdigkeiten gezeigt wurden. Hervorgehoben wurden die Lebensläufe des hl. Ottmars und Gallus.
Um fünf Uhr versammelten wir uns in der Schulmensa zum Vortrag von H. H. Pater Jean- Jaques Udressy. Pater Udressy sprach über das neue Jahresmotto der KJB: „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“. Er sprach über dessen Bedeutung und Umsetzung und motivierte uns, es auch wirklich ernst zu nehmen. Auf den Vortrag folgte die Jahresschlussandacht, die an Silvester immer gehalten wird.
Nach der Jahresschlussandacht erwartete uns ein ganz besonderes Abendessen: Fondue Chinoise. Es gab diverse Fleischsorten, dazu verschiedene Saucen, Chips und Gurken zur Freude der über 30 Personen, die sich auch gleich hungrig an die schön dekorierten Tische setzten und das Abendessen genossen.
Nachdem das Dankgebet gesprochen, der Abwasch erledigt und die Schlafstätten hergerichtet waren, ging es weiter mit dem Abendprogramm. Wir wurden gebeten, uns in Reihen aufzustellen und wurden dann Farben zugeordnet, sodass man auch mit Personen in die Gruppe kam, die man noch nicht kannte und somit die Möglichkeit bestand, neue Leute kennenzulernen. Jeder Gruppe wurde ein Tisch zugewiesen, auf dem ein Knopf befestigt war. Drückte man auf diesen Knopf, leuchtete vorne bei der aufgestellten Leinwand ein Licht in der jeweiligen Farbe auf, der die Gruppe zugeordnet war, die den Knopf betätigt hatte. Das Quiz, das nun folgte, bestand aus 120 Fragen und 10 Zusatzfragen, die so schnell und richtig wie möglich beantwortet werden sollten. M. Zahner, der Leiter und Schiedsrichter dieses Spiels, liess die Fragen an der Leinwand erscheinen. Um die Fragen zu beantworten, mussten die Gruppen ihren Knopf betätigen. Für die Antwort bekam man 2 Sekunden Zeit, falsche Antworten sowie zu langes Zögern bei der Antwort gaben Minuspunkte. Die Fragen erstreckten sich von Politik über Schweizer Geschichte und Märchen bis zur Bibel, Religion, Schweizer Filmen und Globigeschichten, während die Antworten auf die jeweiligen Fragen immer mit viel Fantasie durch diverse Filmchen oder Bilder an der Leinwand erschienen, wenn sie richtig beantwortet wurden. So verging die Zeit unter vielem Gelächter und fiebrigem Wettkampf der gegnerischen Gruppen.
Als alle Fragen beantwortet waren, war es schon viertel vor zwölf, also kurz vor dem Übergang ins neue Jahr. Wir versammelten uns also in der Kirche, denn wir hatten uns vorher in einer Diskussion darauf geeinigt, dass der beste Abschluss eines vergangenen und der beste Anfang eines neuen Jahres derjenige mit Gott ist. Gott ist unser Schöpfer, der uns so viel geschenkt hat und von dem wir so viel im nächsten Jahr erbitten werden. So ist es nicht mehr als recht, ihm die erste und letzte Zeit eines Jahres zu widmen.
Kurze Zeit später, in den ersten 15 Minuten des neuen Jahres, wünschten wir uns alle ein gesegnetes und gnadenreiches neues Jahr, bis jemand die Führung übernahm und uns einen durch Fackeln erleuchteten Weg entlang in den Wald schickte. Den Fackeln folgend, kamen wir zu einer Waldlichtung. Dort waren schon Tische in Form einer kleinen Bar aufgestellt. Auf den Tischen waren Sektgläser und Snacks bereitgestellt und natürlich fehlten auch eine Auswahl an Champagner und Sekt nicht. Mit Freuden wurde dann auf ein neues Jahr angestossen. Die Waldlichtung, der Fackelschein und vor allem diese unerwartete Überraschung sorgten für gute Laune und wo man hinblickte, konnte man glückliche und zufriedene Gesichter erkennen. Es war ein perfekter Start ins neue Jahr. Irgendwann kehrten wir dann zum Gebäude zurück und zogen uns zu unseren Schlafstätten zurück. Die Jungs beschlagnahmten die Turnhalle, während die Mädchen sich im Internat auf weichen Betten ausruhen durften. So war dann um 1:30 offiziell die Nachtruhe eingekehrt.
Nach einer kurzen, aber doch erholsamen Nacht erschienen um 7:30 Uhr alle KJB'ler zum Frühstück. Trotz der Müdigkeit waren alle guter Dinge, nicht zuletzt wegen des guten Frühstückes, das auch diesmal mit viel Mühe hergerichtet worden war.
Das Thema des Vortrags war die Glückseligkeit. Abbé Severin Zahner legte die heutzutage völlig verschiedenen Definitionen des Glücks dar, erklärte uns, dass es ein natürliches und ein übernatürliches Glück gibt und zeigte uns schliesslich den Weg zur wahren Glückseligkeit. Dabei stützte er sich auf Philosophen und Theologen wie Thomas von Aquin und Joseph Pieper. Für Interessierte hatte er noch ein paar gute Lektüren, die bei ihm erworben werden konnten. Auf den Vortrag folgte der Rosenkranz, der im Priorat immer vor dem Hl. Amt am Sonntag gebetet wird. Das Hl. Amt wurde durch Gesänge unseres KJB- chores verschönert und gestaltet.
Als sich nach dem Hl. Amt alle wieder zum Mittagessen in der Schulmensa versammelt hatten und sich das Mittagessen schmecken liessen, das von einer KJB'lerin meisterhaft zubereitet worden war und uns das Gefühl gab, in einem Restaurant und nicht in einer Schulmensa zu sitzen, wurde das Nachmittagsprogramm besprochen. Ursprünglich stand Schlittenfahren auf dem Programm, doch wegen mangelnden Schnees war dieses Programm nicht umsetzbar. So sollte der Nachmittag improvisiert werden.
Wir einigten uns schlussendlich auf eine Runde „ Nobody is perfect“ in Gruppen, die wir nach dem Abwasch auch gleich begannen. Da die Gruppen in ihren Antworten sehr einfallsreich waren, gab es viel zu lachen und gegen Ende gab es zwischen den Gruppen ein Kopf- an Kopfrennen um den ersten Platz. Anschliessend war es schon Zeit für den Kaffee und Kuchen. Hier konnte jeder ein wenig machen, was er wollte, manche jassten, andere waren in interessante Gespräche vertieft.
So verging der Nachmittag eher ruhig, bis eine der KJB'lerinnen die Idee hatte, in die Turnhalle zu gehen und Sitzball zu spielen. Der Vorschlag wurde von allen mit Begeisterung angenommen und ehe man sich versah, war in der Turnhalle schon eine grosse Schiesserei im Gange. Alle spielten mit grossem Einsatz und Engagement, sodass es richtig Spass machte. Nach guten zwei Stunden, nachdem sich auch schon die ersten verabschiedet hatten, wurde noch aufgeräumt und geputzt.
Müde, aber sehr zufrieden und glücklich, verabschiedeten wir uns, dankten der Führung für den grossen Einsatz, die uns einen so tollen Übergang ins neue Jahr ermöglicht hatte, und machten uns dann auf den Heimweg. Es war ein sehr schönes Dreikönigstreffen.
Autor: M. Flückiger









