Der Wienbesuch
Der Wienbesuch
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Der singende Wienbesuch
Ein paar KJB`ler aus der Gruppe Wil starteten am Donnerstagabend um ca. 22.00 Uhr ihren Ausflug nach Wien. Nach der Ankunft in der österreichischen Hauptstadt wurden wir von Pater Suter abgeholt. Er führte uns in das Priorat, wo wir die nächsten zwei Tage übernachten durften.
Am ersten Tag, also Freitag, besichtigten wir das Schloss Schönbrunn mit dem grossen schönen Park. Nach einem guten Mittagessen, draussen unter der Sonne, besuchten wir den nebenan liegenden Schönbrunner Tierpark. Sehr interessant war die von Pater Suter empfohlene Robbenfütterung, bei welcher man nicht wasserscheu sein durfte.
Der zweite Vorschlag, welche einige KJB`ler sehr amüsant fanden, war ein dunkler Tunnel im Tropenhaus, in welchem sich Fledermäuse befanden. Nachdem wir genügend von den Tieren gesehen hatten, gingen wir zurück um uns in Schale und chice Kleider zu werfen. Auf dem heutigen Abendprogramm stand nämlich die Operette: „Die Fledermaus“ von Strauss.
Also machten wir uns auf zur Volksoper. Dort angekommen bekamen wir von Andreas die Eintrittskarten. Als wir schön brav auf unseren Plätzen sassen, begann pünktlich um 19.00 Uhr die Operette. Nach der ersten Pause fehlten jedoch Damir und Marcel. Wo mochten sie bloss sein? Aber ja, da sah man sie gerade in einer der teuren Logen eintreten, welche noch nicht besetzt war. Auch nach der zweiten Pause gönnten sie sich einen Logenplatz mit den Billetten für die niedrigere Klasse.
Im Priorat angekommen, wurde noch ein wenig geplaudert. Danach legten wir uns für die verbleibenden Stunden zur Ruhe.
Am nächsten Tag nach der Hl. Messe stärkten wir uns mit einem reichlichen Frühstück. Den Abwasch mussten wir an diesem Morgen frühzeitig beenden, da die Zeit drängte. Auf uns pünktliche Schweizer warteten nämlich einige KJB`ler und Herr Gerstner. Sie zeigten uns an diesem Samstag den Stephansdom, die Kaisergruft und noch vieles mehr.
Am Mittag gingen wir echt wienerisch essen. Den Nachmittag verbrachte jeder anders. Die einen schlenderten durch den Naschmarkt, andere besichtigten die Schatzkammer, die spanische Hofreitschule und wieder andere gönnten sich eine Kutschenfahrt durch Wien.
Um 16.45 Uhr trafen wir uns in einem Wiener Caféhaus, um den Wienercafé und sonstige Spezialitäten zu kosten. Nach dem anschliessenden Rosenkranz besuchten wir einen „Heurigen“. Da von uns nicht alle wussten, was ein „Heuriger“ ist, wurde es uns erklärt. Das schönste an diesem Abend war wohl die Musik. Ein 87-jähriger Vollblutwiener spielte auf seiner Handorgel und ging singend von Tisch zu Tisch.
Die Gäste hörten nicht nur zu, sondern sangen und schaukelten kräftig mit. Auch wir schlossen uns dem Gesang an, sodass uns sogar eine Runde spendiert wurde. Als sich der Mann mit seinem Instrument nach Draussen begab, unterhielten wir die Gäste mit unseren Cantico- Liedern. Nach dem Lied: „Luegid vo Berg ond Tal“ machten wir uns auf den Heimweg zum Priorat.
Es wurde bei einem kühlen Eis wieder geplaudert bis man sich zu Bett begab. Als wir Frauen es uns im Schlafsack bequem gemacht hatten, da regnete es plötzlich durch das offene Dachfenster hinein. Aber nur gerade bei den Fenstern regnete es, rundherum blieb es überall trocken. Wer das war muss ich wohl nicht mehr schreiben…
Am Sonntag, nach dem Amt fand die angekündigte Prozession zur Mariensäule statt. Musikalisch wurden wir von den Kaiserjägern begleitet. Die öffentlichen Verkehrsmittel wurden wie bei der Wallfahrt von Chartres nach Paris aufgehalten. Nach der eindrücklichen Prozession mussten wir uns schon wieder auf die sechsstündige Heimreise begeben.
Aber warum setzte ich den Titel: Der singende Wienbesuch?
Ganz einfach. Es wurde überall gesungen, ob am Bahnhof, in der U- Bahn, in der Stadt, am „Heurigen“… Die Passanten blieben stehen, hörten zu, klatschten und einige sangen sogar mit.
Zu Guter Letzt: Wien ist wirklich eine Reise wert!
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Pater Suter und den KJB`ler aus Wien und Graz für die schönen Tage, welche wir in Wien verbringen durften!
Autor: M. Sonderegger




















